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Was sind Schmierstoffe?

Ein Schmierstoff oder Schmiermittel (Lubricant) ist ein Material, das verwendet wird, um die Reibung bei einer Bewegung zwischen zwei Oberflächen zu verringern. In der Regel sind Schmiermittel flüssige oder halbflüssige Stoffe, können aber auch Feststoffe oder Gase oder eine beliebige Kombination davon sein. Sie können nicht nur die Reibung reduzieren oder kontrollieren, sondern auch Überhitzung, Korrosion und Abrieb minimieren oder verhindern.

Schmiermittel enthalten typischerweise mehr als 90% Grundöl (Fraktionen von Erdöl, auch Mineralöle genannt) und bis zu 10% Additive.

Schmierstoffe werden in vier Grundklassen unterteilt:

  1. Öle: Flüssige Schmiermittel, z. B. Mineralöle, natürliche Öle, Kunststoffe, Emulsionen oder Prozessflüssigkeiten
  2. Fette: Öle, die ein Verdickungsmittel enthalten, um sie halbfest zu machen, Anti-Seize-Paste und halbflüssige Fette
  3. Trockenschmiermittel: Schmiermittel, die in fester Form verwendet werden, lackähnliche Beschichtungen oder Pulver, z. B. Graphit
  4. Gase: Zumeist Luft oder ein Gas, das die Lager nicht angreift oder sich zersetzt

Haupteigenschaften von Schmierstoffen:

  • Viskosität und Viskositätsindex
    Die Viskosität beschreibt das Fließverhalten einer Flüssigkeit. Die Viskosität von Schmierölen nimmt mit steigender Temperatur ab und wird folglich bei einer vorgegebenen Temperatur (z. B. 40 ° C) gemessen, z. B. mit der Pyknometer-Methode (OECD 114).
  • Fließpunkt
    Der Fließpunkt bezieht sich auf die Mindesttemperatur, bei der ein Schmiermittel weiter fließt. Unterhalb des Fließ- bzw. Stockpunkts neigt das Öl dazu, sich zu verdicken und nicht mehr frei zu fließen.
  • Flammpunkt
    Der Flammpunkt ist die Mindesttemperatur, bei der ein Öl-Dampf-Luft-Gemisch brennbar wird. Es wird durch fortlaufendes Erhitzen des Öl-Dampf-Luft-Gemisches in einem Standardgefäß bestimmt, bis sich das Gemisch entzündet, z.B. nach EU-Methode A. 9
    - Abel-Pensky-Methode: Substanzen mit Flammpunkt <40 ° C.
    - Pensky-Martens-Methode: Substanzen> 40 ° C (DIN 51758):
  • Biologische Abbaubarkeit
    Die biologische Abbaubarkeit ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Beurteilung des Umweltverhaltens von Schmierstoffen. Schmierstoffe kommen mit der aquatischen Umwelt und den Mikroorganismen der Kläranlagen in Kontakt. Dies ist die Grundlage für die Bewertung der leichten biologischen Abbaubarkeit im Wasser:
    Sturm-Test gem. OECD 301B
  • Karzinogenes Potenzial
    Der modifizierte Ames-Test gibt Auskunft über die Kanzerogenität von aromatischen Restextrakten: ASTM E1687 - 10 (2014): Standardprüfverfahren für native Basisöle in Metallbearbeitungsflüssigkeiten

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