Environmental Risk Assessment ERA
Umweltrisikobewertung / Environmental Risk Assessment ERA (gem. EMEA/CHMP/SWP/4447/00 Rev. 1- Corr.)
Umweltrisikobewertung (ERA) für Humanarzneimittel
Experimentelle Studien für eine EMA-konforme Umweltrisikobewertung
LAUS unterstützt Pharmaunternehmen mit experimentellen Studien für die Umweltrisikobewertung (Environmental Risk Assessment, ERA) von Humanarzneimitteln gemäß den aktuellen Anforderungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).
Unser Labor verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Prüfung verschiedenster Wirkstoffe (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs / Active Substances, AS). Darüber hinaus ist LAUS für den Umgang mit Betäubungsmitteln zugelassen.
Umweltrisikobewertung gemäß den EMA-Anforderungen
Die aktuelle EMA Guideline on the Environmental Risk Assessment of Medicinal Products for Human Use (EMEA/CHMP/SWP/4447/00 Rev. 1 Corr.) sieht eine Umweltrisikobewertung für neue Zulassungsanträge für Humanarzneimittel vor. Dies gilt für zentrale, dezentrale, gegenseitige Anerkennungs- und nationale Zulassungsverfahren.
Eine Aktualisierung des ERA kann erforderlich werden, wenn eine erhöhte Umweltbelastung zu erwarten ist, beispielsweise bei Typ-II-Variationen, neuen Indikationen oder Line Extensions.
LAUS liefert die erforderlichen experimentellen Daten für die verschiedenen Schritte des ERA und führt Studien nach den aktuellen EMA- und OECD-Anforderungen durch.
ERA Phase I
In Phase I wird das potenzielle Umweltverhalten und die mögliche Umweltexposition des pharmazeutischen Wirkstoffs (API) bewertet.
Gemäß der überarbeiteten EMA-Leitlinie ist unter anderem die Bestimmung des Verteilungskoeffizienten zwischen n-Octanol und Wasser (log KOW / log POW) erforderlich. Ein log KOW ≥ 4,5 kann eine weiterführende PBT/vPvB-Bewertung auslösen.
Überschreitet die berechnete Predicted Environmental Concentration (PEC) den entsprechenden Auslösewert, ist eine weiterführende Umweltrisikobewertung in Phase II erforderlich.
ERA Phase II – Ökotoxikologische und Umweltverhaltensstudien
In Phase II werden das Umweltverhalten und das ökotoxikologische Profil des Wirkstoffs detaillierter untersucht.
LAUS führt die zentralen experimentellen Studien gemäß den Anforderungen der EMA nach den entsprechenden OECD-Prüfrichtlinien durch.
Unser ERA-Studienportfolio
Physikalisch-chemische Eigenschaften (4.2.1.1)
· OECD 105 – Wasserlöslichkeit
· OECD 107 / OECD 123 – Verteilungskoeffizient (n-Octanol/Wasser)
· OECD 112 – Dissoziationskonstante (pKa)
· OECD 101 – UV/VIS-Absorptionsspektrum*
· OECD 102 – Schmelzpunkt / Schmelzbereich*
· OECD 104 – Dampfdruck*
* Nicht zwingend erforderlich
Umweltverhalten / Verbleib in der Umwelt (4.2.1.2)
· OECD 106 – Adsorption/Desorption
· OECD 301 – Leichte Biologische Abbaubarkeit
Aquatische Toxizität (4.2.1.3)
· OECD 201 – Wachstumshemmtest mit Algen
· OECD 211 – Reproduktionstest mit Daphnia magna
· OECD 210 – Fisch-Frühlebensstadien-Test (Danio rerio)
Funktion biologischer Kläranlagen (STP) (4.2.5.1)
· OECD 209 – Hemmung der Atmungsaktivität von Belebtschlamm
Sedimenttoxizität (4.2.1.3)
· OECD 225 – Sedimenttoxizitätstest mit Lumbriculus
Antibakterielle Wirkstoffe
Wirkstoffe mit einem spezifischen Wirkmechanismus gegen Mikroorganismen erfordern eine darauf abgestimmte Prüfstrategie.
Für antibakterielle Wirkstoffe bietet LAUS unter anderem folgende Untersuchungen an:
· OECD 201 – Synechococcus leopoliensis (Cyanobakterien)
· OECD 201 – Raphidocelis subcapitata (Grünalgen)
· OECD 201 – Anabaena flos-aquae (Cyanobakterien)**
** Durchführung durch ein qualifiziertes Partnerlabor
Zusätzliche ERA-Studien
Abhängig von den ermittelten Werten können in Phase II Tier A weitere Untersuchungen erforderlich sein, beispielsweise zu:
· Boden (4.2.6.1)
· Grundwasser (4.2.1.2)
· Sekundärvergiftung / Secondary Poisoning (4.2.8)
Auch im Rahmen einer Phase II Tier B-Bewertung können sich aufgrund von Verfeinerungen der Risikobewertung Anforderungen an weiterführende experimentelle Untersuchungen ergeben.
LAUS koordiniert zusätzliche Prüfungen gemeinsam mit qualifizierten Partnerlaboratorien und kann so auch ergänzende Studien in ein umfassendes ERA-Studienprogramm integrieren.
Warum LAUS?
· Experimentelle ERA-Studien gemäß den aktuellen EMA-Anforderungen
· Prüfungen nach OECD-Prüfrichtlinien
· Langjährige GLP-Expertise
· Zulassung für den Umgang mit Betäubungsmitteln
· Ein Ansprechpartner für physikalisch-chemische, Umweltverhaltens- und ökotoxikologische Studien
· Unterstützung bei der Planung und Durchführung des gesamten ERA-Studienprogramms
· Netzwerk aus erfahrenen Toxikologen
· Netzwerk mit Spezialisten für Regulatorik
· Netzwerk qualifizierter Partnerlaboratorien für ergänzende Untersuchungen
Kontaktieren Sie unsere ERA-Experten
Planen Sie eine Umweltrisikobewertung (ERA) für ein Humanarzneimittel?
Unsere Wissenschaftler besprechen gerne Ihr Projekt mit Ihnen und unterstützen Sie bei der Auswahl eines geeigneten experimentellen Studienprogramms.
Für weiterführende toxikologische und regulatorische Fragestellungen verfügt LAUS zudem über ein Netzwerk erfahrener Spezialisten und qualifizierter Partner.