Physikalisch-chemische Prüfungen | UN-Test C.1

Physikalisch-chemische Prüfungen | UN-Test C.1 (Kapitel 37.4)

UN-Test C.1 | Stoffe, die korrosiv gegenüber Metallen sind

GLP-konforme Metallkorrosionsprüfung für Gefahrgutklassifizierung und regulatorische Konformität

Eine zuverlässige Metallkorrosionsprüfung nach UN Test C.1 ist eine wesentliche Voraussetzung für die Einstufung nach den UN-Empfehlungen für die Beförderung gefährlicher Güter – Handbuch Prüfungen und Kriterien (Kapitel 37.4). Sie unterstützt die Einhaltung internationaler Gefahrgutvorschriften wie ADR, RID, IMDG-Code und ICAO/IATA. Mit dem Prüfverfahren wird die korrosive Wirkung von Flüssigkeiten sowie von Feststoffen, die während des Transports verflüssigen können, auf gebräuchliche Metalle bestimmt.

Als erfahrenes GLP-Prüflabor führt LAUS Metallkorrosionsprüfungen nach UN Test C.1 für Chemikalien, Biozidprodukte, Formulierungen und weitere Industrieprodukte durch. Unsere Experten erstellen belastbare Prüfdaten, die für die Gefahrgutklassifizierung, die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern (SDB) sowie für regulatorische Einreichungen genutzt werden.

Was ist der UN Test C.1?

Der UN Test C.1 ist in Kapitel 37.4 der UN-Empfehlungen für die Beförderung gefährlicher Güter – Handbuch Prüfungen und Kriterien (UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods – Manual of Tests and Criteria, Chapter 37.4) beschrieben. Mit diesem standardisierten Prüfverfahren wird bestimmt, ob eine Flüssigkeit oder ein Stoffgemisch gegenüber Stahl und Aluminium korrosiv ist. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Einstufung nach internationalen Gefahrgutvorschriften sowie für die Erstellung und Aktualisierung von Sicherheitsdatenblättern (SDB/SDS).

Prüfprinzip nach UN Test C.1

Die Metallkorrosionsprüfung erfolgt unter standardisierten Laborbedingungen.

Metallplatten aus Stahl und Aluminium werden vollständig in die Prüflösung eingetaucht, zur Hälfte eingetaucht sowie im Dampfraum der Prüflösung bei 55 °C über einen Zeitraum von 1 bis 4 Wochen exponiert. Der Massenverlust der Metallplatten sowie die maximale lokale Korrosionstiefe werden bestimmt.

Verwendete Metalle

·      Stahl (S235JR+CR (1.0037 resp. St 37-2), S275J2G3+CR (1.0144 resp. St 44-3) or SAE 1020)

·      Aluminium (non-clad types7075-T6 or AZ5GU-T6)

Regulatorische Endpunkte

Die Bewertung erfolgt anhand von Massenverlust der einzelnen Metallplatten und maximaler lokale Korrosionstiefe. Die höchste ermittelte Korrosionstiefe dient als Grundlage für die regulatorische Einstufung.

Ein positives Prüfergebnis kann zur Einstufung führen als:

·      UN Klasse 8 – Corrosive to Metals

·      Verpackungsgruppe III für den Gefahrguttransport

·      GHS „Korrosiv gegenüber Metallen – Kategorie 1“

Verpackungsgruppen nach dem UN Manual of Tests and Criteria

Das UN Manual of Tests and Criteria (8. Ausgabe) beschreibt in Kapitel 37 das Prüfverfahren und das Klassifizierungsschema zur Bestimmung der Metallkorrosivität von Flüssigkeiten und verflüssigbaren Feststoffen.

Für die Zuordnung zu den Verpackungsgruppen gemäß Kapitel 2.8 der UN-Modellvorschriften ist zusätzlich die Ätzwirkung auf die Haut zu berücksichtigen. LAUS unterstützt Sie hierfür ebenfalls mit den entsprechenden Prüfungen, beispielsweise OECD 431 und OECD 435.

Metallkorrosionsprüfung für Biozidprodukte

Für Biozidprodukte gelten gemäß den Technical Agreements for Biocides (TAB) – APCP Version 4.4 zusätzliche Anforderungen.

·      Produkte mit Korrosionsinhibitoren sollen über vier Wochen geprüft werden.

·      Bei Produkten mit reaktiven oder instabilen korrosiven Inhaltsstoffen (z. B. Wasserstoffperoxid oder organischen Peroxiden) soll die Prüflösung in geeigneten Intervallen erneuert oder die Stabilität analytisch nachgewiesen werden.

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Sie suchen ein erfahrenes GLP-Prüflabor für Metallkorrosionsprüfungen nach UN Test C.1 (Kapitel 37.4)?

Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne zu Ihrem Projekt und erstellen ein individuelles Studienangebot für Ihre regulatorischen Anforderungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der UN Test C.1?

Der UN Test C.1 ist das in Kapitel 37.4 des UN Manual of Tests and Criteria beschriebene Prüfverfahren zur Bestimmung, ob ein flüssiger Stoff oder Gemisch gegenüber Metallen korrosiv ist. Die Ergebnisse werden für die Gefahrgutklassifizierung im internationalen Transport verwendet.

Wann ist eine Metallkorrosionsprüfung nach UN Test C.1 erforderlich?

Die Prüfung wird durchgeführt, wenn experimentelle Daten für die Einstufung eines Stoffes oder Gemisches hinsichtlich seiner Korrosivität gegenüber Metallen benötigt werden.

Welche Vorschriften verlangen den UN Test C.1?

Die Prüfdaten unterstützen die Einstufung nach den internationalen Gefahrgutvorschriften einschließlich ADR, RID, IMDG, ADN, ICAO/IATA und werden für Sicherheitsdatenblätter verwendet.

Welche Metalle werden eingesetzt?

Die Richtlinie schreibt Prüfungen an Stahl (S235JR+CR, S275J2G3+CR oder SAE 1020) und Aluminium (7075-T6 oder AZ5GU-T6) vor.

Welche Stoffe können geprüft werden?

Der UN Test C.1 eignet sich für flüssige Stoffe wie:

·      Industriechemikalien

·      Biozidprodukte

·      Chemische Formulierungen

·      Reinigungs- und Waschmittel

·      Säuren und Laugen

·      Spezialchemikalien

·      Chemische Zwischenprodukte

·      sowie Feststoffe, die sich während des Transports verflüssigen können

Nach welchen Kriterien erfolgt die Einstufung „Korrosiv gegenüber Metallen“?

Die Einstufung basiert auf dem Massenverlust und der maximalen lokalen Korrosionstiefe der Metallplatten. Werden die im UN-Handbuch definierten Grenzwerte überschritten, erfolgt die Einstufung als „Korrosiv gegenüber Metallen“.

Werden die Studien unter GLP durchgeführt?

Ja. LAUS führt UN Test C.1-Studien nach den Grundsätzen der Guten Laborpraxis (GLP) durch. Dadurch sind eine nachvollziehbare Studiendurchführung, hohe Datenqualität und internationale regulatorische Akzeptanz gewährleistet.

Können auch komplexe Formulierungen geprüft werden?

Ja. LAUS verfügt über umfangreiche Erfahrung mit anspruchsvollen Prüfsubstanzen, darunter stark saure oder alkalische Produkte, UVCB-Stoffe, Mehrkomponentenformulierungen, oberflächenaktive Stoffe und hochviskose Gemische. Für jedes Prüfobjekt wird eine geeignete Prüfstrategie entwickelt.